Dienstag, 20. Dezember 2016

Kleines düsteres Sammelsurium zur Weihnachtszeit - Teil 2

Dresdner Polizeiberichte aus dem Jahre 1897 – gemeine Diebereien:
  
„Derjenige Dieb, der in letzter Zeit wiederholt von Rollwagen weg ganze Fässer Butter stahl und dann an hiesige Händler verkaufte, ist als der Neu-Ostra wohnhafte, zuletzt mit 2,5 Jahren Zuchthaus vorbestrafte Handarbeiter Max Gnauck von der hiesigen Kriminalpolizei ermittelt und festgenommen worden. Demselben sind 14 verschiedene Fälle, die er auch eingeräumt hat, nachgewiesen worden.“


„Ein 17jähriger Kaufmannslehrling wurde wegen Erbrechens von Abort-Automaten in Haft genommen. Von der Kriminalpolizei sind demselben 12 Stück nachgewiesen worden.“


„Diejenige Frauensperson, die unter Thränen vorgab, von auswärts gekommen zu sein und ihr Portemonnaie und ihre Eisenbahnrückfahrkarte verloren zu haben, und sich auf diese Weise Geldbeträge erschwindelte, ist in einer 20jährigen, bereits steckbrieflich verfolgten Dienstperson festgenommen worden.“


„Der Arbeiter Bruno Albert Klemm, 1861 in Leipzig geboren, entwendete einem (Straßen)Musiker eine Klarinette im Werthe vom 20 Mark. Unter Berücksichtigung des Umstands, dass Klemm durch seine ordinäre Handlungsweise einen armen Musiker zeitweise erwerbsunfähig machte, erkannte das Schöffengericht auf einen Monat Gefängniß.“

Keine Kommentare: